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Also, lass dich in diese Welt ziehen, und vielleicht kannst du auch das, was ich erzähle, in deinem eigenen
Sprachenlernen einverleiben. Lass mal ein Bild von einem Klassenzimmer zurück, und stellen Sie sich die
Küche einer Familie vor. Ein Baby kriecht auf dem Boden herum. Die Mutter sagt etwas, und das Baby
hört zu. Vielleicht versteht er zurzeit nichts, vielleicht hat er überhaupt keine Ahnung, wie er es
beantworten soll, aber das ist eigentlich egal. Das Baby hört zu.
Und allmählich, baut sich ein Verständnis in seinem Gehirn. Wenn die Mutter dem älteren Bruder sagt,
“Gib mir diesen Apfel bitte,” und der Bruder holt ein
kleines, rundes, rotes Ding, wird eine sehr leichte
Verbindung von Baby hergestellt. Und solche kleinen
Verbindungen macht das Gehirn von jedermann immer.
So kann das Baby schließlich das Wort “Apfel” erlernen und
verstehen. Und so kann es auch den Unterschied zwischen
“ist”, “war”, und “wäre” Schritt für Schritt begreifen und
nutzen. Tatsächlich hat jede einzige Person auf diesem
Planet ihre erste Sprache / ihre Muttersprache erlernt.
Und notieren Sie die Wortwahl: “Lernen” gegen “Erlernen”.
Kleinkinder erlernen ihre Muttersprachen. Auch ältere Kinder können das. Und, im Gegensatz zum
allgemeinen Glauben, so können Erwachsene und Menschen von jedem Alter auch!
Aber natürlich ist das Problem nicht so einfach beschlossen, sonst würden wir überhaupt keine Probleme
gehabt haben, wenn es wirklich so einfach gehen würde. Was sind dann die Gründe, dass
Sprachenlernen uns so schwer ankommt? Und warum gibt es überhaupt so wenige Leute, die es zu
verstehen scheinen?
Um das zu verstehen, können wir uns an die Theorie von “Comprehensible Input” (deutsch:
"verstandbarer Input”) wenden. Sie wurde erstmal in den 70er Jahren von dem Team von einem
amerikanischen Sprachwissenschaftler Stephen Krashen formuliert, und sie behauptet dass wenn man
eine Sprache, auch eine die man noch nicht kennt, in natürlichen Kontexten hört und lest, wird es
allmählich begreifbar.
Die Sprache, die wir von anderen passiv hören, heißt “Input”, und die Sprache, die wir selbst
produzieren, heißt “Output”. Man kann nicht die Sprache fließend produzieren, bis man es fließend
versteht. Und die Beweise dafür sind schon da, und zahlreiche Beispiele existieren. Man muss nur
"Immersion" oder "Input Method" auf YouTube oder Google nachschlagen, um das zu erkennen.